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Beratungskonzept der
Realschule Borgentreich
Übergang
Grundschule - Realschule
Es ist für
die Eltern im Interesse ihrer Kinder äußerst wichtig, vor der Entscheidung für
eine weiterführende Schule umfassend informiert zu werden. Diese Aufgabe
obliegt im Wesentlichen der Grundschule. Wir halten es für unabdingbar, den
Eltern darüber hinaus Gelegenheit zu geben, unsere Schule kennen zu lernen. Beratung
in der Erprobungsstufe
Schon
seit sehr langer Zeit kooperieren die Grundschulen unseres Einzugsgebiets mit
uns. Schwerpunkt sind gemeinsame Konferenzen während der Erprobungsstufe. Dort
wird besprochen, wie sich einzelne Schülerinnen und Schüler nach dem Wechsel
zur Realschule entwickelt haben und ob es eventuell Probleme gibt. Die Kollegen
der Grundschulen, die die Kinder in der Regel über einige Jahre beobachtet
haben, können für uns hilfreiche Aussagen zu bestimmten Verhaltensweisen
machen und uns in unserer Arbeit unterstützen. Verfahren
am Ende der Erprobungsstufe
Da die
Verweildauer in der Erprobungsstufe maximal drei Jahre beträgt, ist es
unbedingt notwendig, schon vor dem Übergang zur Realschule den Eltern der
Grundschüler eine klare Vorstellung über die Leistungsanforderungen unserer
Schule zu geben (vgl. 4.1 und 4.2). Nur so kann verhindert werden, dass es zu
einer falschen Schulwahl mit negativen Folgen für die betroffenen Schüler
kommt. Hierzu findet in Problemfällen bei der Anmeldung ein zusätzliches Gespräch
mit dem Schulleiter statt. Beratung
für die Klasse 7
Mit dem Schuljahr 2006/2007 beginnt in Klasse 7 der differenzierte
Unterricht. Es ist allgemein bekannt, dass Begabungen durchaus unterschiedlich
sind. Die Realschule trägt dem Rechnung, indem sie ab Klasse 7/8 verschiedene
Neigungsschwerpunkte anbietet, die von den Schülern gewählt werden können.
Die Schule fördert damit die jeweiligen individuellen Entfaltungsmöglichkeiten. Beratung
in den Klassen 9/10
Im
Hinblick auf die Ausbildungssituation in unserem Lande ist es auch Aufgabe der
Schule, Begabungsrichtungen zu erkennen und, soweit notwendig, im Gespräch mit
den Schülern zu erörtern. In den
Klassen 9 und 10 werden die Schüler vom Berufsberater des Arbeitsamtes
begleitet. Diese Besuche erfolgen als Klassen- oder aber auch als
Einzelberatung. An den beiden Elternsprechtagen steht der Berufsberater für Schüler,
aber vor allem auch für Eltern zur Verfügung. Durch diese Begegnungen erhalten
die Schüler nicht nur Informationen über Berufe, sondern auch über die
aktuelle Situation am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Das
dreiwöchige Betriebspraktikum findet Ende November nach den
Lernstandserhebungen in der Klasse 9 statt. Es dient dazu, die Realität der
Arbeitswelt kennen zu lernen und festzustellen, ob die eigenen Neigungen und Fähigkeiten
mit dem gewünschten Berufsfeld in Einklang zu bringen sind. Insofern können
auch negative Erfahrungen hilfreich sein, um sich anschließend neu zu
orientieren. Das Praktikum wird im zweistündigen Politikunterricht der Klasse 9
vor- und nachbereitet. Während des Praktikums werden die Praktikanten von den
Politiklehrern betreut und im Betrieb besucht. Die Schüler suchen sich
rechtzeitig einen Praktikumsplatz möglichst in einem Ausbildungsbetrieb, damit
die an das Praktikum gestellten Anforderungen erfüllt werden können. In der
ersten Hälfte der 10. Klasse werden die Schüler mit ihren Politiklehrern von
der Sparkasse Höxter oder einer anderen regionalen Betrieben (Versicherungen,
Kobusch-Sengewald) zu einem Bewerbungstraining eingeladen. U.a. wird ein
simuliertes Vorstellungsgespräch auf Video aufgezeichnet und ausgewertet, eine
überaus hilfreiche Übung für den Ernstfall. Weitere
wesentliche Bausteine bei der Berufswahlorientierung bilden die
Informations-veranstaltungen der Gymnasien und des Berufskollegs. Die Schüler
verlassen unsere Schule in der Regel mit dem Sekundarabschluss I
"Fachoberschulreife" bzw. "Fachoberschulreife mit
Qualifikationsvermerk zum Besuch der gymnasialen Oberstufe". Es bestehen
nun zwei Möglichkeiten: Beginn einer Berufsausbildung mit gleichzeitigem Besuch
des Berufskollegs oder Fortsetzung einer schulischen Ausbildung an einem
Berufskolleg oder einem Gymnasium bzw. Berufskolleg mit gymnasialer Oberstufe.
Vor allem das berufliche Schulwesen weist zahlreiche Ausbildungsgänge auf, die
den Schülern und auch den Eltern nicht immer bekannt sind. Aus diesem Grund
laden wir im November zu einer Abendveranstaltungen ein, um die Varianten der
Bildungs- bzw. Ausbildungsgänge vorzustellen. Eltern und Schüler der Klassen 9
und 10 haben so die Möglichkeit, sich einen ersten Überblick zu verschaffen,
um dann anschließend sich vertiefend mit in Frage kommenden Wegen auseinander
zu setzen. Schüler
beraten Schüler
Getragen von der Erkenntnis, dass die beste Hilfe die Hilfe zur
Selbsthilfe ist, wurde in der jüngeren Vergangenheit versucht, mehr
Verantwortung auf die Schüler zu übertragen. Daneben werdenden Schüler als Schulsanitäter ausgebildet. In
Zusammenarbeit mit der Jugendorganisation des DRK sind sie für die medizinische
Ausstattung der Schule zuständig. Bei Veranstaltungen (Sportwettbewerbe,
Klassenfahrten), bei kleineren Verletzungen in den Pausen und während des
Unterrichts sind sie Ansprechpartner für Kollegen und Mitschüler. Der
Beratungslehrer
Da auch
an der Realschule Borgentreich ein steigender Beratungsbedarf registriert wurde,
hat die Schulleitung die Einführung eines Beratungslehrers angedacht. Er
koordiniert die Beratungstätigkeit an der Realschule und hält den Kontakt zu
außerschulischen Beratungspartnern, die er auf Wunsch vermittelt. Ein weiteres
Aufgabenfeld ist das innerschulische Beratungsnetz für Schüler und Eltern
transparent zu machen und bei Einzelgesprächen auf Wunsch von Eltern, Schüler
und/oder Lehrer zur Verfügung zu stehen. Beratungsgegenstand können
Verhaltens- oder Lernstörungen sein, aber auch persönliche Probleme oder
Konfliktfälle. (evt. Einführung Streitschlichtermodell)
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