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Realschule Borgentreich

 

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Konzept „lernen –Lernen“/Unser Haus des Lernens

 

Inhaltlicher Aufbau: Unser Haus des Lernens

 


1. Säule:   Jeweils 5 Trainingstage in den Klassen 5 bis 9
An jedem zeitgleich an der Schule stattfindenden Trainingstag wird ein Baustein des Curriculums, der für die Klassenstufe vorgesehen ist, in die Klassen eingebracht und geübt. Vorbereitet und durchgeführt werden diese Trainingstage von den Klassenlehrern der jeweiligen Jahrgangsstufe. Die  weiteren Fachkollegen unterstützen und vertiefen die Arbeit.


2. Säule:   Fachunterricht in den Klassen 5 bis 9
Von dieser Säule hängt der dauerhafte Erfolg eines solchen Curriculums ab. Im Fachunterricht sollen die an den Trainingstagen gelernten Lern- und Arbeitstechniken gepflegt und mit Hilfe verschiedener Sozialformen vertieft werden. Erst durch die anhaltende Auseinandersetzung mit diesen Lerninhalten ist ein nachhaltiger und langfristiger Aufbau von Methoden-, Lern- und Sozialkompetenz möglich.

3. Säule:   Förderstunden in den Klassen 5 und 6
Damit soll gewährleistet sein, dass in diesen beiden Klassen ein solides Fundament angelegt wird, auf das in der Mittel- und Oberstufe gut aufgebaut werden kann. (s.o.)

 

Die Realschule Borgentreich hat als ein wichtiges Ziel ihrer pädagogischen Arbeit neben der Vermittlung von Fach- und Sachkompetenz auch die Förderung der Lern- und Methodentechniken ihrer Schülerinnen und Schüler. Die Schüler können bei uns von der fünften Klasse an, systematisch Lern- und Methodenkompetenzen erlernen und sind so gut auf ihr späteres Berufsleben oder die weiterführenden Schulen vorbereitet. Durch die Vermittlung von Lernstrategien und Lerneinstellungen wird ein lebenslanges lernen vorbereitet. Durch den jährlich stattfindenden Wiederholungszyklus wird außerdem eine kontinuierliche Reaktivierung aller gelernten Techniken sichergestellt.

 

 

Konzept Lernen-Lernen/Übersichtsplan

 

September

Okt/Nov

Dezember

Jan/Februar

März

April/Mai

Juni/Juli

Kooperative Lernformen

10. Klasse

Wiederholungs-
zyklus

Think – Pair – Share

Doppel-
stuhlkreis

Partnercheck

A-B Methode

Murmelgruppen

Placemat

Vier-Ecken

Marktplatz

Galeriegang

Numbered-Heads-Together

Drei-Schritt-Interview

Gruppenrallye

Appointment

Ausstellung

Graffiti

9. Klasse

Wiederholungs-
zyklus

Betriebs-praktikum

 

Bewerbungstraining

 

Kommuni-
kation II ?

8. Klasse

Wiederholungs-
zyklus

Präsentations-
techniken I

Präsentations-
techniken II

 

Zeiteinteilung/

Selbst -
überprüfun
g

Kommuni-
kation I
?

7. Klasse

Wiederholungs-
zyklus

Notizen

Informations-

beschaffung

Visualisierungs-
techniken

Brainstorming

Gruppenarbeit II ??

6. Klasse

Wiederholungs-
zyklus

Lese-
techniken

Markieren
Strukturieren

 

Klassen-arbeiten

Mind
Mapping II

Arbeit mit Nach-
schlagewerken

5. Klasse

Einführungs-
woche

Haus-
aufgaben/

Lernvorbereitung

Mind-
Mapping

Lerntypen /

effektiv üben

 

Gruppenarbeit I

??

Mentales
Visualisieren

 


 

Wir wissen, der Übergang in die weiterführende Schule verlangt eine Menge von den Schülern und Schülerinnen. Zu Beginn an der neuen Schule heißt es nämlich, sich auf etliche Neuerungen einzustellen, da gibt es neue Mitschülerinnen und Mitschüler, Lehrerinnen, Lehrer und Fächer, die ebenso neue Erwartungen, Arbeitsweisen usw. mit sich bringen. All das beeindruckt und beschäftigt mitunter so stark, dass wir den Anfang an der neuen Schule mit einer Einführungswoche gestalten. Sie dient hauptsächlich der Förderung des Gruppenbildungsprozesses in den neu gebildeten Klassen. Spielerische, entspannende und kreative Elemente sollen eine Atmosphäre des Wohlfühlens erzeugen und eine erste Identifikation mit der neuen Schule fördern. Deshalb nimmt die Einführungswoche in unserem schulinternen Lehrplan eine Sonderstellung ein, da sie nicht eine bestimmte Methode geschlossen vorstellt und einübt. Stattdessen lernen die neuen Schülerinnen und Schüler einige Aspekte von ausgewählten Lern- und Arbeitstechniken kennen, die teilweise an späteren Schwerpunkttagen vertieft werden. In dem vorgesehenen Wochenzeitplan wechseln sich kleine Bausteine zum Thema "Lernen lernen" mit spielerischen Elementen ab, so dass die Schülerinnen und Schüler am Ende dieser Woche einen ersten Einblick in die Themenkreise "Hausaufgaben", "Mein Arbeitsplatz", "Checklisten" und "Entspannung" gewonnen haben. Danach gestaltet sich der Methodenlehrplan wie folgt.

 

 

Klasse 5

Schwerpunkt in Klasse 5 sind elementare Lern- und Arbeitstechniken im Bereich der Eigenorganisation des Lernprozesses (z.B. Heftführung, Hausaufgaben, Fragen der Zeiteinteilung) bis hin zur Vermittlung grundlegender lernbiologischer Kenntnisse - natürlich in altersgemäßer Form - wie z.B. Fragen zum effektiven Lernen durch Wiederholung, Verwendung unterschiedlicher Sinneskanäle, Einteilung der Lerneinheiten in Portionen oder Bedeutung von Lernpausen. Dazu gehört auch, dass sie die unterschiedlichen Funktionen der beiden Gehirnhälften theoretisch kennen lernen und mit der Technik des Mind Mapping bzw. des Bildermachens schon praktisch umsetzen und anwenden.

 

Klasse 6

Grundlegende Lerntechniken der Informationsentnahme und -verarbeitung werden in Klasse 6 vermittelt. Hierzu gehören die Arbeit mit Nachschlagewerken, Lesetechniken, Techniken des Markierens und Strukturierens, die dann in der Weiterführung und Vertiefung der Mind Mapping Technik integriert werden.

 


Klasse 7

Die bisher erworbenen methodischen Fähigkeiten werden in komplexer Form erweitert und vertieft bei gleichzeitigem Erlernen von Techniken, die es den Schülerinnen und Schülern der Klasse 7 ermöglichen, in der Arbeit in Projekten tatsächlich selbstständig zu arbeiten. Dazu gehören z.B. unterschiedliche Formen des Brainstormings, Wege der Informationsbeschaffung außerhalb des schulischen Umfeldes bis hin zu Kenntnissen, wie die neu gewonnenen und entsprechend strukturierten Informationen in angemessener und motivierender Weise visualisiert werden können. Das Anfertigen von Lernplakaten wird entsprechend trainiert.

 

Klasse 8

In Klasse 8 nimmt die Komplexität der methodischen Bausteine zu. Schwerpunkt in dieser Klassenstufe ist die Vermittlung von Techniken, mithilfe derer gewonnene und verarbeitete Informationen an andere weitergegeben werden können. Hierzu setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Aspekten des Präsentierens auseinander, einer Fähigkeit, die in unserer Gesellschaft zunehmend an Bedeutung gewinnt. Abgesehen davon sind die Schülerinnen und Schüler dieses Alters zunehmend durch außerschulische Verpflichtungen wie Aktivitäten in Sportvereinen, Jugendgruppen, Musikschulen oder im kirchlichen Bereich geprägt; außerdem zeigen sie ein freizeitorientiertes Verhalten im Alltag und müssen dennoch zeitlich intensive schulische Anforderungen erfüllen. So ist es gerade in dieser Situation von Bedeutung, dass sie anhand von Techniken der Zeitplanung ihr tägliches Leben sowie ihre schulischen Belange möglichst stressfrei und zielorientiert zu organisieren lernen. Zudem werden sie mit Methoden vertraut gemacht, die ihnen helfen, ihr eigenes Lernverhalten zu analysieren, zu bewerten und dadurch zu verbessern.

 

Klasse 9

Die Schülerinnen und Schüler dieser Klassenstufe wenden sämtliche eingeführte Methoden - natürlich ihren eigenen Bedürfnissen und Lerntypen entsprechend - in komplexen Lernsituationen an. Zusammengefasst, erweitert und umgesetzt werden diese Kenntnisse und Fähigkeiten mit der systematischen Einführung in die Projektplanung (nicht das projektorientierte Arbeiten), deren Beherrschung Grundlage für eine Reihe langfristig angelegter Projekte in den Jahrgängen 9 und 10 ist. Sie dient unter anderem der Vorbereitung des Betriebspraktikums, der Berufswahl und in Teilen einem Bewerbertraining. Die Durchführung einzelner Projekttage fällt in die Fachbereiche Politik und Deutsch.

 


Klasse 10

In dieser Klassenstufe sollen die Schülerinnen und Schüler ihre Kenntnisse anwenden und vertiefen. Schwerpunkte sind hier die Vorbereitung auf das Arbeiten in der Oberstufe der weiterführenden Schulen sowie die Förderung der Teamfähigkeit. Prüfungsvorbereitung, Referieren und Präsentieren sowie Arbeiten und Planen in Gruppen. Diese Arbeitstechniken bilden auch einen wichtigen Bestandteil des Bewerbertrainings, das in Kooperation mit außerschulischen Partnern durchgeführt wird. Neben der Durchführung einzelner Projekttage in den Fächern Deutsch/Politik werden in allen Fächern die Methoden- und  Teamkompetenzen vertiefend geübt und angewendet. (Vgl. Zielkompetenzen)